Spiritgate
Login · Newsletter · Hallo Spiritgate

Mythos & Leben des Deepak Chopra

von Andrew Cohen

Nachdruck aus der Zeitschrift 'What is Enlightenment', Ausgabe Sommer 2008, mit freundlicher Genehmigung des Verlags.


Wie Millionen Menschen auf der ganzen Welt bin ich ein Fan von Deepak Chopra. Aber das wurde ich nicht, indem ich ein Buch von ihm las, ihn bei einem Vortrag hörte oder in der Oprah-Winfrey-Show sah - ich wurde zum Fan, als ich Deepak Chopra selbst kennenlernte. In den letzten Jahren habe ich großen Respekt für ihn entwickelt, allein schon für das Ausmaß seiner kreativen Fähigkeiten und seine anscheinend grenzenlose Energie. Das unglaubliche Tempo seines Globetrotter-Daseins ist erstaunlich: ein rastloses Leben, in dem er scheinbar mühelos einen Bestseller nach dem anderen schreibt, Vorträge hält, Workshops unterrichtet, Retreats leitet, Filme macht, Konferenzen koordiniert und wie ein vielarmiger Gott aus einem indischen Mythos an mehr Projekten beteiligt ist, als die meisten Sterblichen im Kopf behalten könnten. Mit ihm lernt man einen Menschen kennen, der immer voller Leidenschaft und Begeisterung ist, voller Enthusiasmus und Wohlwollen.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich Deepak Chopra nicht immer so gesehen habe. Tatsächlich war der ursprüngliche - und falsche - Eindruck, den ich von seiner Erscheinung in der Öffentlichkeit hatte, der (und ich hoffe, er verzeiht mir, was ich jetzt sage), dass er eine Art Verkäufer war, ein Leichtgewicht, dessen Ehrgeiz weit größer war als seine spirituelle Tiefe. Vor 10 Jahren machten wir sogar ein etwas geringschätziges Interview mit ihm für WIE mit der Überschrift „Der Mann mit der goldenen Zunge". Aber nachdem ich ihn in den letzten Jahren kennengelernt und einige Zeit mit ihm verbracht habe, wir sogar zusammen Vorträge gegeben haben, erkannte ich, wie sehr ich im Unrecht war. So tauchte die Idee für dieses Interview zum einen deshalb auf, weil ich mein falsches Urteil wiedergutmachen wollte, und zum anderen, weil ich hoffte, eine Seite von ihm zeigen zu können, welche die meisten Leute nie zu sehen bekommen.
Am Tag unseres Interviews war Deepak Chopra dabei, seine wöchentliche dreistündige Sendung bei Sirius Radio aufzunehmen, also lud er mich ein, als Gast dabei zu sein, danach zu Mittag zu essen und dann ins Chopra Center mitten in Manhattan zu gehen, um dort das Interview zu führen. Deepak Chopra erzählte, dass er erst zwei Tage zuvor nach Bahrain und wieder zurückgeflogen war, um an einer hoch angesehenen Konferenz für Führungskräfte teilzunehmen. Auf dem Rückweg unterbrach er seine Reise in Boston, wo er an der Harvard Medical School seine jährliche Vorlesung hielt. Und am nächsten Tag sprach er in New York vor einem mit Delegierten voll besetzten Saal bei den Vereinten Nationen. Während wir zusammen durch die vollen Straßen gingen, wurde er mehr als einmal von begeisterten Fremden angesprochen, die ihm überschwänglich dafür dankten, dass er ihr Leben verändert hatte. Er blieb wie immer freundlich und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.
Früher habe ich Deepak Chopra nicht sehr ernst genommen, aber inzwischen weiß ich es zu schätzen, welch eine bedeutende Gestalt er als Fürsprecher für Bewusstsein und soziale Veränderung auf der Weltbühne geworden ist. Er engagiert sich leidenschaftlich für die Überwindung der materialistischen Weltsicht, die im westlichen Denken so weit verbreitet ist - nicht nur in Bezug auf die Medizin, seinem ursprünglichen Beruf, sondern auch in unserer grundlegenden Beziehung zum Universum, in dem wir leben. Schon allein seine Allgegenwart, sei es als Gast des amerikanischen Talkmasters Larry King, sei es in amerikanischen Lokalsendern oder auf dem Titelbild von Newsweek, spricht für seine wachsende Autorität als Sprecher einer überkonfessionellen „East meets West"-Spiritualität, der in der Lage ist, sich zu jedem Thema zu äußern. Man muss mit Chopra nicht vollständig auf derselben philosophischen Linie liegen, um seine Bedeutung und seinen positiven Einfluss auf die Mainstream-Kultur in der ganzen Welt zu schätzen und zu respektieren.
Als wir uns in seinem winzigen Büro im Chopra Center für das Interview hinsetzten, war ich persönlich sehr neugierig darauf, herauszufinden, wie er das alles macht und wie sein Innenleben wirklich aussieht. Ich kann zwar nicht sagen, dass ich auf all meine Fragen eine Antwort fand, aber ich habe entdeckt, dass das Leben, das Deepak Chopra führt, schon immer wahrlich legendäre Züge hatte.




ANDREW COHEN: Wer hatte den größten Einfluss auf deine spirituelle Entwicklung und was für eine Wirkung hatten diese Menschen auf dich?

DEEPAK CHOPRA: Nach ihrer Wichtigkeit geordnet: meine Mutter, mein Vater, meine Großmutter väterlicherseits und später J. Krishnamurti und Maharishi Mahesh Yogi.

COHEN: Kannst du den Einfluss beschreiben, den deine Mutter, dein Vater und deine Großmutter auf dich hatten?

CHOPRA: Früher erzählte meine Großmutter meinem Bruder und mir Geschichten aus der Mythologie. Und dann hat sie uns diese Geschichten erklärt. Damals war ich erst vier oder fünf Jahre alt, aber ich erinnere mich immer noch an jede Geschichte, die sie uns erzählt hat. Später hat meine Mutter diese Geschichten dann immer in Sanskrit aus den Veden gesungen. Das waren sehr beeindruckende Geschichten, und sie sagte immer, wir müssten wie dieser Gott oder jene Göttin sein - wie Ram oder wie Lakshmi. Immer, wenn wir mit einem Problem zu ihr kamen, sagte sie: "Wie würde sich Saraswati oder Lakshmi oder Ram in dieser Situation verhalten?"
Als ich sechs oder sieben Jahre alt war, erhielt mein Vater ein Stipendium, um nach England zu gehen und eine Weiterbildung als Kardiologe zu machen. Und meine Mutter ging für kurze Zeit mit ihm, sodass mein Bruder und ich bei unseren Großeltern in Bombay blieben. Eines Tages erhielten wir ein Telegramm aus England, das besagte, dass mein Vater seine Prüfungen bestanden hatte, damit war er im Royal College of Physicians. Es wurde ausgelassen gefeiert. Mein Großvater war begeistert, dass sein Sohn ein Facharzt der königlichen Familie geworden war, und schoss vor Freude darüber mit seinem Gewehr in die Luft. Wir gingen ins Kino und sahen den Film Ali Baba und die 40 Räuber an, dann kamen wir heim. In dieser Nacht starb mein Großvater.
Mein Bruder und ich wurden mitten in der Nacht aufgeweckt und die Diener brachten uns in das Haus eines Nachbarn. Aber wir konnten das Wehklagen der Frauen hören. Am nächsten Tag wurde er für die Feuerbestattung abgeholt. Sie kamen mit einem Gefäß voll Asche zurück und meine Großmutter sagte: "Das ist euer Großvater." Im Alter von sieben Jahren geriet ich in eine ernsthafte existenzielle Krise. Und bei meinem Bruder begann sich die Haut abzulösen. Er ging zu allen möglichen Ärzten und niemand verstand, was los war, bis ein Arzt sagte: "Er fühlt sich verwundbar und dies ist ein Zeichen seiner Verletzlichkeit. Wenn seine Eltern zurückkommen, wird es ihm wieder gut gehen." Kurze Zeit später kamen meine Eltern zurück - damals brauchte man dazu drei Wochen mit dem Schiff - und praktisch innerhalb einer Woche besserte sich der Zustand meines Bruders. Heute, im Rückblick, glaube ich, dass ich damals zum ersten Mal einen Einblick erhielt in die Beziehung zwischen dem, was wir Biologie nennen, und dem, was im Bewusstsein passiert.
Mein Vater war ein vollständig nach westlichem Vorbild ausgebildeter Kardiologe. Er war sehr bekannt und geachtet und ein großer Anhänger des materialistisch-reduktionistischen Weltbildes der Medizin. Aber in seinen späteren Jahren wurde er dann plötzlich extrem spirituell. Für mich war er ein Vorbild - ich habe ihn nie zornig gesehen, niemals war er aufgebracht. Er kam heim und erzählte meiner Mutter von allen seinen Patienten und sie beteten dann immer für die Patienten. Er war sehr erfolgreich, aber samstags und sonntags behandelte er Patienten immer umsonst. Wir lebten in einer kleinen Stadt, Jamalpur, und die Patienten kamen damals aus dem ganzen Land zu ihm und er nahm nie Geld von ihnen. Meine Mutter kochte sogar für die Patienten, und wenn sie gingen, kaufte mein Vater - falls sie kein Geld hatten - immer die Zug- oder Busfahrkarte. Es war außergewöhnlich, das zu sehen. Als ich ungefähr 10 Jahre alt war, verließen wir die Stadt, weil er Militärarzt war und nach Shilong in den Himalaja geschickt wurde. Und 10 000 Menschen kamen zum Bahnhof, um ihn zu verabschieden!

COHEN: Das ist außergewöhnlich.

CHOPRA: Er wurde so geliebt. Und als wir dann drei Jahre später die nächste Stadt verließen, passierte das Gleiche: 10 000 Menschen kamen, um ihn zu verabschieden. Aber er nahm das nicht allzu ernst. Er sagte nur: "Das ist mein Yoga."

COHEN: Das klingt nach einem sehr spirituellen Menschen. Aber du sagtest, er sei Materialist gewesen?

CHOPRA: Am Anfang war er ein ziemlich großer Materialist.

COHEN: Dann war also sein selbstloses Mitgefühl wohl von einer Liebe zu den Menschen inspiriert, nicht unbedingt von Liebe zu Gott im traditionellen Sinn?

CHOPRA: Nein, nicht von Liebe zu Gott im traditionellen Sinn, sondern von Liebe zu den Menschen. Aber er sprach immer über Karma-Yoga. Er zitierte die Bhagavad Gita. Und er hatte ein erstaunliches Leben. Er wurde 85 oder 86 Jahre alt und behandelte bis zu seinem letzten Lebenstag Patienten. Er starb zufällig an dem Tag, an dem Bush zum ersten Mal ins Weiße Haus einzog. Er sah die Nachrichten auf CNN in Indien und sagte zu meiner Mutter: "Ich glaube, das ist ein schlechtes Zeichen. Ich gehe jetzt." Wörtlich. Dann sagte er: "Sag den Kindern Lebewohl", schloss die Augen und ging. Aber bis zu dem Tag, an dem er starb, arbeitete er, behandelte Patienten und unterrichtete Medizinstudenten. Und bis zu seinem Lebensende hielt er bei der Vedanta Society in Indien Vorlesungen über Gesundheit aus holistischer Perspektive. Er war also sehr spirituell geworden.

COHEN: Das ist wirklich ein Vorbild. Das klingt, als ob dein Vater ein heiliger Mann war.

CHOPRA: Das war er. Tatsächlich habe ich meine Mutter immer gefragt: "Ist er immer so?", weil er uns gegenüber so war. Immer wenn wir Cricket spielten und er merkte, dass der Schläger abgenutzt war, dann ging er ins Geschäft - obwohl er gerade von der Arbeit heimgekommen war- und kaufte einen neuen Schläger und legte ihn neben unsere Tür. Er bemerkte solche Dinge. Also fragte ich meine Mutter: "Ist er immer so?" Und sie sagte: "Euer Vater ist ein Heiliger."

COHEN: Deine Großmutter war sehr fromm. Welchen Einfluss hatte das auf dich?

CHOPRA: Ja, sie war sehr fromm, religiös im traditionellen Sinn. Aber das hat mich einfach osmotisch beeinflusst. Meine Mutter war auch so. Mein Vater war nicht offensichtlich religiös - er ging nicht in die Tempel oder betete. Er betete für seine Patienten, aber er sprach nie über Gott. Zu den Ritualen und Zeremonien gingen wir mit meiner Mutter und meiner Großmutter.

COHEN: Aber du wurdest nicht religiös erzogen?

CHOPRA: Nein, über Religion wurde nicht gesprochen. Weißt du, ich ging auf eine irisch-christliche Missionsschule. Der Grund, warum wir auf irisch-christliche Schulen gingen, sogar wenn wir auf Reisen waren, war einfach der, dass es die besten Schulen waren. Aber es war sehr streng katholisch, also besuchte ich den ganzen Katechismus-Unterricht. Ich kannte das ganze Neue Testament, alle vier Evangelien. Ich konnte sie aufsagen, und in der Schule war ich vom Katholizismus sehr angetan. Als ich 12 war, gingen ein paar meiner Klassenkameraden aufs Seminar, um Priester zu werden. Ich fand das sehr verlockend. Ich kam dann heim und redete davon und meine Eltern sagten immer: "Wir schicken dich nicht deshalb auf diese Schule, damit dich die Christen bekehren, sondern damit du eine gute Ausbildung bekommst."
Wir hatten auch moslemische Freunde. Tatsächlich war mein bester Freund Moslem, sein Vater war ein afghanischer Prinz. Es hatte eine Revolution in Afghanistan gegeben, daher war die königliche Familie in Indien und der junge Prinz war mein bester Freund. Und ich hatte Freunde unter den Sikhs, den Parsen und den Hindus. Wir hatten sogar ein paar jüdische Freunde. Mit unseren christlichen Freunden feierten wir immer Weihnachten. Religion hatte für mich also die Bedeutung von Festen. Sie war immer verbunden mit Festlichkeiten und Feiern. Sie bedeutete nicht Gott. Religion bedeutete, dass wir zum Haus meines besten Freundes gingen und dort ein opulentes afghanisches Festessen bekamen.

COHEN: In deinem frühen biografischen Buch Die Rückkehr des Rishi beschreibst du, dass deine Kinderfrau einen Freund hatte, der Atheist und Kommunist war. Du schreibst, dass er in seinem Atheismus sehr selbstsicher war und dass das eine starke Wirkung auf dich als jungen Teenager hatte.

CHOPRA: Ja, "Onkel". Er war extravagant. Er war selbstsicher. Er war ein Anglo-Inder und hatte einen völlig anderen Hintergrund. Er war ein eingefleischter Kommunist und Atheist. Er malte großartige Bilder und rauchte Zigaretten, und abends trank er immer ein Glas Scotch und redete endlos darüber, warum es keinen Gott gibt. Wir waren von ihm sehr beeindruckt.

COHEN: Du beschreibst ein Erlebnis, als er dir sagte, dass er nicht an Gott glaubte, und du gibst zu, dass seine Logik für dich eine mit Schuldgefühlen verbundene Anziehungskraft hatte, durch die du dich sonderbar frei fühltest.

CHOPRA: Ja, weil ich als Kind meine Vorstellung von Gott aus der katholischen Schule hatte...

COHEN: Der mythische Gott.

CHOPRA: Der Gott, der straft, belohnt, richtet, jede Bewegung beobachtet. Das war schon eine Erleichterung, ja.

COHEN: Nach dieser Unterhaltung hattest du also weniger religiöse Interessen als zuvor?

CHOPRA: Ja. Und als ich dann die Schule verließ, hatte ich überhaupt kein Interesse mehr an Religion. Meine Freunde, die das Priesterseminar besuchten, erzählten uns manchmal davon, und all die Dinge, die man über die katholische Kirche hört - wie zum Beispiel die Skandale mit Pädophilie. Ich bekam mit, dass solche Dinge passierten und war absolut angewidert. Also wollte ich nichts mit Gott oder Religion oder irgendetwas dergleichen zu tun haben. Ich wollte Journalist und Schriftsteller werden. Als ich die High School abschloss, was ich schon mit 14 oder 15 Jahren tat, wollte mein Vater, dass ich Arzt werde, aber ich sagte: "Nein, ich werde Schriftsteller." Also ging ich mit 15 oder 16 aufs College, um englische Literatur zu studieren.

COHEN: Da warst du für das College noch ziemlich jung.

CHOPRA: Ja, aber mein Bruder und ich waren frühreif, und wir wurden zu besten Leistungen angehalten. Wir waren in der Schule sehr gut, und das war einfach das, was in unserer Familie erwartet wurde.
Als ich also aufs College ging, hatte ich die Absicht, englische Literatur zu studieren. Aber an meinem 16. Geburtstag erhielt ich von meinem Vater ein paar Bücher als Geschenk. Es waren Der Menschen Hörigkeit und Auf Messers Schneide von William Somerset Maugham und noch ein paar andere: Dr. med. Arrowsmith von Sinclair Lewis und Die wunderbare Macht von Lloyd C. Douglas. In Der Menschen Hörigkeit ging es um einen jungen Arzt, der das Leiden der Menschen sieht und sich selbst erlöst, indem er ein Heiler voll wahren Mitgefühls wird. Die wunderbare Macht handelte von einem Neurochirurgen, der versehentlich jemanden bei einem Autounfall tötet und dann davon besessen ist, anderen Menschen anonym zu helfen. Dr. med. Arrowsmith handelte auch von einem Arzt oder Heiler. Auf Messers Schneide ist natürlich ein Klassiker, und auf der allerersten Seite heißt es: "Der Weg zur Erleuchtung ist nicht einfach. Es ist wie Gehen auf des Messers Schneide." Ich wusste nicht, was das bedeutete, aber die Geschichte nahm mich gefangen.
Damit fingen die Kämpfe in meinem Inneren an. Ich studierte englische Literatur, aber jetzt wollte ich Arzt werden. Das Problem war, dass ich an der High School keine Biologiekurse besucht hatte. Also ging ich zu meinem Vater.

COHEN: Offensichtlich war es seine Art, dich mit diesen Büchern zu überzeugen.

CHOPRA: Ja. Darin war er sehr gut. Also kam ich zu ihm und sagte: "Ich habe mich umentschieden, ich will Arzt werden."

COHEN: Er muss sehr glücklich gewesen sein.

CHOPRA: Er war glücklich, aber dann sagte er: "Du hast keinen Biologieunterricht gehabt." Ich sagte: "Ich will ihn nachholen." Also besorgte er mir einen privaten Lehrer, und während ich das College besuchte und englische Literatur lernte, hatte ich jeden Tag privaten Biologieunterricht. Am Ende der Collegezeit bestand ich meine Examina in englischer Literatur. Beim Vorexamen in Medizin konnte man erscheinen, ohne vorher die Kurse besucht zu haben, also legte ich das auch ab und bestand. Dann bewarb ich mich an der besten Schule für Medizin in Indien, die damals nur 35 Studenten aus 5000 Bewerbern nahm. Alles kam auf die Prüfungen an - keine Empfehlungen oder sonst etwas. So kam ich zum Medizinstudium. Ich wollte jetzt wirklich Arzt werden, koste es, was es wolle.

COHEN: Du hast dich also sehr beim Studium angestrengt?

CHOPRA: Ja, ich habe mich sehr angestrengt. Die Schule hieß All Indian Institute of Medical Sciences. Es gab viel Konkurrenz, die Schule war amerikanisch, von den Rockefellers gegründet, die sie teilweise finanziert hatten.

COHEN: Und wie alt warst du damals?

CHOPRA: Zu der Zeit, als ich auf die Schule für Medizin kam, war ich 17 einhalb. Ich verbrachte fünf Jahre auf dieser Schule, von 1964 bis 1969.

COHEN: Fandest du es inspirierend?

CHOPRA: Ich war inspiriert, hatte allerdings inzwischen interessante Gewohnheiten angenommen: Rauchen, Trinken - manchmal trank ich sehr viel. Wir probierten LSD und anderes aus.

COHEN: Das war gerade die Zeit von LSD!

CHOPRA: Wir hatten eine Menge amerikanischer Studenten an unserer Schule, Hippies und sogar Professoren, die Hippies waren. Von meinen Eltern habe ich immer etwas Geld erhalten, aber es war nicht genug für meinen Lebensstil, also arbeitete ich als professioneller Debattenredner. Es war eine Tradition im College und in den Hochschulen. Man kam zur Debatte, es wurde ein Thema bekannt gegeben und man musste dann darüber sprechen.

COHEN: Irgendein Thema?

CHOPRA: Irgendein Thema - lächerliche Themen. "Wir sind der Meinung, dass Christoph Kolumbus zu weit ging ..."

COHEN: Das war also in Kreisen der intellektuellen Elite?

CHOPRA: Total. Aber ich gewann diese Debatten und die Schiedsrichter waren sehr versierte und bekannte Persönlichkeiten im indischen Radio. Als ich anfing, die Debatten zu gewinnen, riefen sie mich an und sagten: "Wir könnten jemanden brauchen, der nachts für uns einspringt und die Nachrichten im All India Radio liest." Also gingen sie immer um 11 Uhr, und All India Radio hat früher die ganze Nacht über stündlich Nachrichten gesendet. Ich ging dann von 11 Uhr abends bis 7 Uhr morgens hin, um die Nachrichten zu lesen. Bald schon hatte ich Fans in ganz Ostafrika und Mosambik. Ich war 18. Ich liebte dieses Leben. Ich war einer der wenigen, die sich einen Motorroller - eine Lambretta - leisten konnten. Die fuhr ich damals immer, und ich las die Nachrichten und es ging mir gut. Während ich auf dieser Schule war, interessierte ich mich überhaupt nicht für Spiritualität.

COHEN: Wann hast du gelernt, wenn du die ganze Nacht über Radiosprecher warst?

CHOPRA: Ich wusste einfach, wie ich es machen musste. Ich konnte studieren und im Radio sein. Ich war ein Workaholic. In vielem bin ich es immer noch, aber weil ich nicht mehr rauche oder trinke halte ich es sogar noch länger aus.

COHEN: Wann hast du denn geschlafen?

CHOPRA: Ich gewöhnte mich daran, nur zwei oder drei Stunden zu schlafen. Sogar nachdem ich in die Vereinigten Staaten kam, waren die Arbeitsbedingungen für die Assistenzärzte und die Arztpraktikanten schrecklich. Der Vietnamkrieg war gerade zu Ende und es gab keine Ärzte. So gewöhnte ich mich an kaum mehr als zwei oder drei Stunden Schlaf.
Während meines Arztpraktikums teilte ich mir meine Arbeit so ein, dass ich zur Ausbildung an all die unterschiedlichen Krankenhäuser gehen konnte. Aber wir wurden nicht bezahlt. Man erhielt ein Grundstipendium und alles, was man zusätzlich für seine Ausbildung tat, ging nur einen selbst etwas an.
Ich hatte den großen Ehrgeiz, Neuroendokrinologe zu werden und den Nobelpreis zu erhalten. Also habe ich mich an diesen Krankenhäusern weitergebildet, ohne dafür bezahlt zu werden, nur um als Praktikant von irgendjemand Berühmtem zu arbeiten. Aber durch mein Stipendium erhielt ich nur 202 Dollar und meine Miete betrug 120 Dollar. Inzwischen war ich verheiratet und hatte ein Kind. Von 82 Dollar kann man unmöglich leben. Also habe ich tagsüber gearbeitet, und dann gab es da noch ein kleines Krankenhaus außerhalb von Boston, wo ich nachts hinging und als Arzt in der Notaufnahme gearbeitet habe. Ich habe damals 24 Stunden gearbeitet - und irgendwann dazwischen ein bisschen geschlafen.

COHEN: Das ist beeindruckend.

CHOPRA: Es gab einen Vorfall, von dem ich erzählen sollte, er war wirklich wichtig. Ich interessierte mich für Neuroendokrinologie, weil es auf diesem Gebiet um die "Moleküle des Gefühls" ging. Damals wusste ich noch nicht, dass ich mich für Spiritualität interessierten würde, aber mich faszinierte die Vorstellung, dass es Moleküle gab, die für Emotionen verantwortlich waren. Ich erhielt also ein sehr begehrtes Forschungsstipendium bei dem Präsidenten der Endokrinologischen Gesellschaft. Er war sehr ehrgeizig, und die Organisation machte Hunderte von wissenschaftlichen Veröffentlichungen auf diesem Gebiet. Ihm stand die Nominierung für den Nobelpreis in Medizin und Physiologie in Aussicht, also war es für mich das Beste, was mir passieren konnte.
Aber bald nachdem ich mein Forschungsstipendium angetreten hatte, erkannte ich, dass die Leute dort nicht an Wissenschaft im wirklichen Sinn des Wortes interessiert waren. Sie interessierten sich dafür, wer etwas schneller veröffentlichen konnte. Jeden Morgen saßen wir zusammen und er ging immer alle Zeitschriften durch, um zu sehen, wer auf unserem Gebiet eine wissenschaftliche Veröffentlichung gemacht hatte. Jedes Mal, wenn irgendjemand Anderes in unserem Forschungsgebiet etwas veröffentlicht hatte, warf der Professor - den ich verehrte - mit den Zeitschriften herum und geriet ganz außer sich. Und so fühlte ich mich nach ein oder zwei Monaten ganz deprimiert. Ich war hierher gekommen, um auf diesem erstaunlichen, neuen Feld zu forschen, mit einem Team, das eines Tages den Nobelpreis erhalten würde, aber dann erkannte ich, dass es nur darum ging, den anderen immer eine Nasenlänge voraus zu sein.
Nach ungefähr sechs Wochen spitzte sich das Ganze zu. Er beschimpfte mich vor der ganzen Forschungsabteilung, weil ich mich nicht an die genaue Menge Jod erinnern konnte, mit der die Ratten für eine 1959 veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit gefüttert worden waren. "Ich bin so enttäuscht!" schrie er. "Diese Information sollten Sie inzwischen im Kopf haben!"
Aus einem Impuls heraus nahm ich meine Tasche, kippte sie über seinem Kopf aus und sagte: "Jetzt haben Sie sie auf dem Kopf, und ich bin fertig. Ich gehe." Er schaute mich verblüfft an und sagte: "Wissen Sie, was Sie da tun?" Und ich sagte: "Ich verlasse ein Arschloch." Er sagte: "Sie wissen, dass ich der wichtigste Endokrinologe im Land bin, dass Leute aus der ganzen Welt mit mir arbeiten wollen?" Ich sagte: "Ich will nicht mit Ihnen arbeiten." Dann ging ich hinaus. Er folgte mir bis zum Parkplatz und schrie: "Sie haben Ihre Karriere ruiniert. Sie sind am Ende. Sie sind Geschichte." Ich stieg in meinen kleinen alten, kaputten VW-Käfer und fuhr einfach davon. Ich ging nicht heim. Ich ging in eine Bar und betrank mich.
Meine Frau war zu der Zeit mit unserem zweiten Kind schwanger und sie war bestürzt, aufgebracht, ängstlich. Am nächsten Tag hatten wir kein Gehalt, keine Arbeit, kein Stipendium, und niemand in der akademischen Welt redete mit mir. Da nahm ich tagsüber eine Arbeit in der Notaufnahme an, und dort traf ich jemanden, der sagte: "Weißt du, Deepak, du solltest meditieren lernen." Da fing also alles an. Wenn ich diesen Professor nicht verlassen hätte, würde ich immer noch in irgendeinem Labor sitzen und Jod in die Schilddrüsen von Ratten spritzen und vielleicht auf einen Nobelpreis hoffen.

COHEN: Du sagtest, den größten spirituellen Einfluss auf dich hatten J. Krishnamurti und Maharishi Mahesh Yogi. Interessiertest du dich für Krishnamurti, bevor oder nachdem du zu meditieren angefangen hattest?

CHOPRA: Für Krishnamurti interessierte ich mich, bevor ich mit Meditation angefangen hatte. Ich hatte keine Arbeit, ich hatte kein Stipendium. Ich hatte diese ganze Krise durchgemacht, in der ich mich fragte, was ich eigentlich im Labor tat. Ich las also viel, weil ich zu der Zeit nicht so viel zu tun hatte. Ich war in der Notaufnahme und arbeitete nur eine Schicht lang, und für mich war eine Acht-Stunden-Schicht nichts.

COHEN: Du hast also alles in Frage gestellt, weil du bei dem großen Arzt, zu dem du aufgeschaut und den du verehrt hattest, nichts als Ehrgeiz vorfandest, und das hat dich desillusioniert.

CHOPRA: Ja. Da war nichts als Ehrgeiz, und außerdem merkte ich, dass es in der akademischen Medizin nicht um die Patienten ging. Ich war also völlig desillusioniert.

COHEN: Und das regte dich dazu an, spirituelle Fragen zu stellen?

CHOPRA: Zu fragen und zu lesen. Damals las ich hauptsächlich Krishnamurti. Und dann hielt er einen Vortrag hier in New York City im Madison Square Garden, im Felt Forum. Es war der 8. Januar 1977.

COHEN: Ich könnte dort auch gewesen sein! Ich sah Krishnamurti ungefähr zu dieser Zeit im Feit Forum des Madison Square Garden - das war in den späten 70ern.

CHOPRA: Ich erinnere mich, dass er die Treppen hinaufging und die Leute zu klatschen anfingen. Er sah das Publikum an und sagte: "Warum klatschen Sie? Wenn Sie unterhalten werden wollen, gehen Sie zum Broadway." Manchmal war er wirklich schroff. Aber ich war von ihm fasziniert. Also ging ich zu seinen Vorträgen und las noch mehr. Ich habe ihn auch nicht ganz verstanden. Aber dann gab es eine innere Stimme, die zu mir sprach. "Er spricht die Wahrheit. Er weiß nur nicht, wie er sie erklären soll. Eines Tages musst du das machen", sagte die Stimme. "Er spricht die Wahrheit. Er erklärt sie nicht gut, aber das ist deine Aufgabe."

COHEN: Kannst du deine erste spirituelle Erfahrung beschreiben?

CHOPRA: Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich mein ganzes Leben lang spirituelle Erfahrungen hatte. Als Kind hatte ich solche Erfahrungen, während ich spielte. Ich spielte gern Theater - Shakespeare - und jetzt verstehe ich, dass ich mir während des Stückes, wenn ich zum Beispiel Julius Cäsar spielte und mein Körper auf dem Boden lag, von außen zuschaute, einfach mitten im Stück. Im Rückblick hatte ich also mein ganzes Leben lang diese Erfahrungen.

COHEN: Außerkörperliche Erfahrungen?

CHOPRA: Ja, völlig nichtlokal, wie wir das heute sagen würden. Ich hatte im Medizinstudium zweimal LSD probiert. Eine Erfahrung machte ich zusammen mit diesen amerikanischen Hippies und Medizinstudenten. Wir alle hatten LSD genommen und waren in einem Zug von Delhi nach Madras unterwegs. Wir betrachteten ein Poster von Mutter Teresa und fingen alle an zu weinen. Während dieser ganzen Reise wollten wir bei Mutter Teresa sein. Das waren also alles sehr interessante Erfahrungen, aber ich habe sie nie in Zusammenhang mit Spiritualität gesehen. Aber als ich dann zu meditieren anfing, verstand ich es plötzlich.

COHEN: Warum hast du ursprünglich mit dem Meditieren angefangen?

CHOPRA: Ich las viel über Meditation, z. B. Muktanandas Spiel des Bewusstseins. Ich hatte mich schon immer für die Theorien über Bewusstsein begeistert. Ich kannte mich aus, von Ludwig Wittgenstein über Schopenhauer bis zu den Upanishaden hatte ich alles gelesen. Ich las einfach gierig immer weiter. Dann begann ich, den Vedanta zu lesen und dachte: "Oh, diese Erfahrungen hatte ich schon." Als ich schließlich mit transzendentaler Meditation begann, wachte ich wirklich auf. Es war eine erstaunliche Sache. Mein Verlangen nach Alkohol, Zigaretten, Fleisch usw. verschwand völlig. Es war eine totale Transformation. Als ich dann später die Gelegenheit hatte, Maharishi zu treffen oder eigentlich, ihn bei einem Vortrag zu sehen, stürzte ich mich darauf. Ich war wie ein Neubekehrter. Ich fing an, jedem zu erzählen, warum er meditieren solle.

COHEN: Du schreibst in deinem Buch Die Rückkehr des Rishi, dass du gleich nach Beginn des Meditierens eine Art Freude empfunden hast, die so tief war, dass du dich ihrer fast geschämt hast.

CHOPRA: Richtig. Ich empfand Freude und Leichtigkeit und dachte überhaupt nicht an die Zukunft.

COHEN: Wie war das im Vergleich zu deiner Erfahrung vor der Meditation?

CHOPRA: Es war ein riesiger Unterschied. Ich war in einer Tretmühle gewesen - wie jeder andere, der ein Arztpraktikum oder eine Ausbildung machte oder ein Forschungsstipendium hatte. Du arbeitest hart, kämpfst sogar in der Freizeit mit harten Bandagen, und versuchst dauernd, besser zu sein als die anderen. So war das eben - selbst für die Professoren lief es nicht anders.

COHEN: Also diese Veränderung geschah beinahe sofort, nachdem du anfingst, zu meditieren?

CHOPRA: Ja. Der Unterschied war sofort da. Aber es hat mich trotzdem an frühere spirituelle Erfahrungen erinnert.

COHEN: Kannst du einiges von dem beschreiben, was in dir vorging?

CHOPRA: Ich begann, mich leicht zu fühlen. Ich fühlte mich strahlend. Ich fühlte Freude. Ich fühlte mich ekstatisch. Ich fühlte, dass ich jeden liebte. Ich fühlte, dass ich allen helfen wollte. Ich fühlte außerdem, dass jeder auf der Welt meditieren sollte! Das war sofort da.

COHEN: Wie du in dem Buch dein erstes Zusammentreffen mit Maharishi beschreibst, erklärst du, dass du in seiner Gegenwart völlig ruhig wurdest. Du schreibst: "Ich fühlte mich völlig unbefangen. Normalerweise kam es mir nicht in den Sinn, dass mich diese Befangenheit, die aus einem Bewusstsein für die eigene Person entsteht, sehr belastete - ich merkte es erst in dem Augenblick, als dieses Gewicht von mir abfiel." Ich fand das sehr kraftvoll.

CHOPRA: Ja, denn die Stille war sehr tief. Sie war, wie man so schön sagt, ohrenbetäubend. Und obwohl ich diese Erfahrung schon früher gemacht hatte, war es da nicht diese andauernde Stille gewesen.
Für mich war dieses erste Treffen scheinbar zufällig. Meine Frau und ich waren von Boston nach Washington geflogen, um ihn sprechen zu hören. Nach dem Vortrag - ich kam gerade aus der Herrentoilette - war er plötzlich da, kam gerade um die Ecke. Er ging direkt auf uns zu und sagte: "Kommt mit in mein Zimmer." Wir folgten ihm die Treppen hoch und nachdem er mir ein paar persönliche Fragen gestellt hatte, sagte er mir, dass ich Ayurveda machen und zu den Menschen über Bewusstsein reden sollte. Meine Frau war nicht so sehr von ihm beeindruckt wie ich, und ich konnte schon an ihrer Körpersprache sehen, dass sie nichts wie weg wollte. Wir hatten die Kinder in Boston bei Babysittern gelassen, und sie wollte heim. Irgendwann sagte er zu mir: "Du solltest alles andere sein lassen und mit mir arbeiten. Dann vermittele ich dir mein Wissen über Bewusstsein, und du kannst zu allen Menschen darüber sprechen." Sie sah ihn an und fragte sarkastisch: "Und wer zahlt dann die Hypothek? Woher kommt das Geld?" Und er neigte sich vor und sagte: "Das Geld kommt von daher, wo es im Augenblick ist." Einen Satz wie diesen hatte ich nie gehört. Aber meine Frau hörte das nicht und sagte: "Gehen wir nach Hause!" Also gingen wir.
Wir fuhren zum Flughafen und dort traf ich zufällig einen alten Kollegen aus Australien, der mit mir Medizin studiert hatte. Er sagte mir, er interessiere sich für Meditation, und gab mir ein Buch. Es war Vasant Lads Selbstheilung mit Ayurveda.

COHEN: Jetzt verstehe ich, warum du dich so für Synchronizität begeisterst!

CHOPRA: Synchronizität, ja! Ich las also das Buch auf dem Rückflug von Washington nach Boston. Als wir in Boston ankamen, sagte ich zu meiner Frau: "Rita, du gehst nach Hause und schaust nach den Kindern. Ich fliege zurück." Sie sagte: "Bist du verrückt?" "Ja", sagte ich, "ich bin verrückt." Also nahm ich den nächsten Flug zurück. Inzwischen war Maharishi mit anderen Leuten beschäftigt, und man sagte mir, er habe jetzt keine Zeit für neue Verabredungen. Ich sagte: "Sagen Sie ihm, dass ich hier vor dem Zimmer stehe und nicht weggehe, bis er mich empfangen hat." Ich habe drei Tage lang gewartet. Schließlich kam ich hinein und sagte zu ihm: "Okay, ich bin bereit. Zeige mir, was ich tun soll." Von da an hat er mich unter seine Fittiche genommen. Um bei ihm zu sein, reiste ich zwischen Indien und Amerika hin und her. Bald verbrachte ich die Hälfte meiner Zeit in Indien, ging zu ayurvedischen Ärzten und hielt mich in Maharishis Nähe auf, während er sich mit ihnen über Vedanta unterhielt. Und er schickte mich durch die Welt, um Vorträge zu halten.

COHEN: War das die Zeit, als du dich dazu entschlossen hast, Maharishis Schüler zu werden und dein Leben dem Studium des Bewusstseins und des Ayurveda zu widmen?

CHOPRA: Ja. Damals verbrachte ich meine ganze Zeit mit Maharishi. Inzwischen hatte ich ein kleines Buch geschrieben: Heilkraft Ayurveda. Aber kein Verlag wollte das Buch veröffentlichen. Also habe ich es selbst publiziert: Ich ließ 500 Kopien drucken. Ein paar meiner Freunde in Cambridge nahmen die Bücher auf ihre Fahrräder und wir konnten den Coop-Geschäftsführer in Harvard dazu bewegen, sie für drei Tage ins Schaufenster zu legen. Jemand wurde darauf aufmerksam, rief mich an und sagte: "Das sollten Sie veröffentlichen." Ich antwortete, das hätten wir versucht. Es habe aber nicht funktioniert. Da sagte sie: "Ich finde einen Verlag dafür", und besorgte mir einen Vorschuss von 5000 Dollar. Das Buch wurde von Houghton Mifflin veröffentlicht. Es war ein einfaches Buch mit vielen Beispielen von den Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist bei meinen Patienten, meist in Frageform, aber ich glaube nicht, dass es damals ein Buch gab, weder in populärer noch in anderer Form, das sagte: Ihr Geist kann den Unterschied zwischen Gesundheit und Krankheit bewirken. Das Buch wurde also ein Bestseller in den USA.
Das Nächste, woran ich mich erinnere, ist, dass ich mit Maharishi in Paris Vorträge halte und von Leuten wie Jacqueline Kennedy Onassis vom Doubleday Verlag angerufen werde: "Wir wollen Sie als Autor haben." Ich bekam Anrufe von Peter Guzzardi, dem Herausgeber von Stephen Hawkings Eine kurze Geschichte der Zeit: "Wir wollen Sie." Ein paar dieser Leute flogen sogar dahin, wo ich mich gerade befand, um mich für sich zu gewinnen. Ich unterschrieb bei dem New Yorker Verlag Bantam Books, der viel von diesen Sachen herausbrachte. Und natürlich hatte jedes Buch mehr Erfolg als das vorherige. Plötzlich war alles groß. Das kam völlig unerwartet.

COHEN: Und das war in den frühen 8oern?

CHOPRA: Ja. Das war 1984. Das nächste Buch, das ich schrieb, war Die Rückkehr des Rishi, von dem niemand Notiz nahm - außer der New York Times, die eine positive Kritik schrieb. Aber das dritte Buch, Quantum Healing, war eine große Sache. Es war auf dem Cover vieler Zeitschriften. Und dann war ich 1992 in der Oprah-Winfrey-Show, das war ein riesiges Ding. Innerhalb von 24 Stunden nach der Sendung wurden 130 000 Bücher verkauft. In der ersten Woche wurden 800.000 Bücher verkauft. Im ersten Monat eine Million Bücher. Das hörte einfach nicht auf - es sprengte jedes Maß. Und innerlich musste ich damals Maharishi danken, denn er hatte gesagt: "Das Geld kommt von daher, wo es im Augenblick ist." Ich sagte zu meiner Frau: "Verstehst du jetzt, was er gesagt hat?" Ich wusste, es war alles sein Verdienst.

COHEN: Geschah es unter seiner Führung, dass du damals unterrichtet und Vorträge gehalten hast?

CHOPRA: Ja. Er unterstützte mich, damit ich in der ganzen Welt lehren und Vorträge halten konnte - in Japan, der Sowjetunion, Osteuropa. Als wir das erste Mal in Moskau waren, hielt ich einen Vortrag über Meditation vor 1000 Menschen. Am nächsten Tag lernten 600 Menschen zu meditieren! Es war eine erstaunliche Zeit. Menschen in der ganzen Welt lernten Meditation. Es war fabelhaft. Es war aufregend. Es war leicht. Es gibt kein englisches Wort dafür, aber es war sattvic. Es war schön. Und bald sprang ich für Maharishi ein.

COHEN: Sein erster Stellvertreter?

CHOPRA: Ja, sein erster Stellvertreter. Inzwischen hatte er zu reisen aufgehört.

COHEN: Warum hast du ihn dann schließlich verlassen und bist deinen eigenen Weg gegangen, und was hat sich dadurch in dir verändert?

CHOPRA: Nun, zuerst einmal wurde er in Indien krank. Wir kennen die Ursache nicht, aber es gab das Gerücht, dass es eine Vergiftung war. Mein Vater war sein Arzt und er sagte: "Er wird nicht überleben, wenn nicht eine Dialyse bei ihm durchgeführt wird." In Indien gab es zu der Zeit keine Dialyse, also flog ich nach England und meldete ihn dort in einem Krankenhaus an. Das ist in der Öffentlichkeit nicht bekannt, aber das ist mir inzwischen egal, irgendwann muss die Geschichte einmal erzählt werden. Ich meldete ihn unter einem falschen Namen an - einem moslemisch-arabischen Namen. Dann flogen mein Vater und zwei andere Ärzte mit ihm nach England. Er hatte einen Herzstillstand, wurde an einen Herzschrittmacher angeschlossen und musste dann als tot aufgegeben werden. Wir versuchten, seine nächsten Angehörigen zu erreichen, was nur langsam voranging, weil er ein Sannyasin war, und in spiritueller Hinsicht gibt es dafür eine Menge indischer Regeln zu beachten. Während wir also mit all dem beschäftigt waren, begann er sich plötzlich wieder zu erholen. Es war ziemlich unerklärlich. Seine Nierenfunktion erholte sich. Sein Herz erholte sich. Der Schrittmacher wurde nicht mehr benötigt, Maharishi setzte sich einfach im Bett auf. Wir fragten: "Maharishi, was ist passiert?" Er sagte: "Ich muss mir meine Rippen verletzt haben oder so." Er ging sehr locker damit um.
Ich pflegte ihn also. Rita und ich zogen für eine Weile nach England. Zuerst hatten wir ihn in einem Hotel in London untergebracht und gingen mit ihm jeden Tag im Hyde Park spazieren. Hin und wieder trafen wir jemanden, der sagte: "Hey, das ist der Guru der Beatles." Und meine Frau sagte: "Nein, das ist mein Schwiegervater." Dann ging es ihm noch besser und wir brachten ihn außerhalb von London auf dem Land unter. Er erholte sich. Es war niemand da außer ein paar Bediensteten. Rita pendelte immer zwischen Boston und England hin und her. Ich blieb, und wir sprachen oft 12, 14 Stunden lang über Vedanta, über Bewusstsein.

COHEN: Nur er und du?

CHOPRA: Nur ich und er. Ich forderte ihn ständig heraus, ich stellte ihm Fragen. Er lachte oft, er war sehr glücklich. Und ich auch. 12, 14 Stunden nichts tun, nur über Bewusstsein sprechen. Er sprach immer sehr detailliert darüber, dass das Bewusstsein Stille ist, wie der erste Impuls entsteht, der aus dem Nicht-Manifesten kommt, und wo sich die Grenze zwischen dem Manifesten und dem Nicht-Manifesten befindet. Er konnte Stunden darüber reden - über den Impuls des Bewusstseins, der auf der Grenze zwischen dem Manifesten und dem Nicht-Manifesten verweilt. Ich konnte die außerordentliche Freude in ihm sehen, wenn er das erklärte, und ich konnte diese außerordentliche Freude fühlen. Ich war einfach bei ihm und die Welt war strahlend. Das ging ein ganzes Jahr lang so - nur ich und er.
Während dieser Zeit passierte eine sehr interessante Sache. Wir befanden uns im Südwesten Englands, in Devon. Nachmittags schlief er immer, also nahm ich ein Fahrrad und besichtigte die Ruinen in der Gegend. Ich fing an, kleine Postkarten mit Bildern aus der Artussage zu kaufen - Lanzelot, Artus, dies, das, alles Mögliche. Ich wusste nichts über König Artus oder dergleichen, aber in dieser Phase entstand plötzlich durch mich ein ganzes Buch, The Return of Merlin, das es bis auf die Belletristik-Bestsellerliste der New York Times schaffte. Es handelte in einer Zeit, über die ich persönlich gar nichts wusste! Es kam damals einfach zu mir. Nur dadurch, dass ich diese kleinen Postkarten mitnahm, schrieb ich das Buch.

COHEN: Das Buch war also nicht das Ergebnis irgendeines Studiums?

CHOPRA: Nichts außer den Postkarten.

COHEN: Es hatte also irgendeine außergewöhnliche, geheimnisvolle Dimension?

CHOPRA: Ja, absolut. Genauso ein Gefühl war das. Und dann passierten mir viele ähnliche Dinge, vieles, was man als eine besondere Form der Wahrnehmung bezeichnen würde. Plötzliche Erfahrungen, als ich zum Beispiel plötzlich verstand, was Maharishi über den Rig Veda sagte. Große innere Veränderungen, mit einem völlig veränderten Blick auf die Welt.
Ein Jahr später brachten wir ihn von England nach Vlodrop in der Gegend von Amsterdam, wo er bis zuletzt gelebt hat. Und dann, da er das Reisen vollständig aufgegeben hatte, wurde ich der Reisende. Ich ging überall hin.
Da bemerkte ich dann, dass die Menschen mich wie einen Guru im traditionellen indischen Sinn verehrten. Ich verließ ein Flugzeug und die Menschen legten mir Kränze um den Hals. Sie behandelten mich wie Maharishi. Ich fühlte mich dabei nicht wohl. Ich empfand es nicht einmal als angemessen. Ich glaubte nicht, dass ich diese Ebene erreicht hatte. Ich würde sagen, dass 95 Prozent der Menschen in der Bewegung mich auf diese Weise behandelten. Und dann gab es noch einmal fünf Prozent, die sehr zornig waren. Ich war gerade eben vor ein paar Jahren zur Bewegung gestoßen - sie hatten dieser Bewegung ihr ganzes Leben gewidmet. Plötzlich war ich der Thronanwärter, der Prinz, der auf den Thron vorbereitet wurde. Also die Mehrheit der Menschen liebte mich wirklich, und wir sprechen hier über drei Millionen Menschen! Und dann gab es ein paar in der Hierarchie, die sehr zornig waren.
Und noch etwas anderes passierte: Ich bemerkte, dass es in der Struktur der Bewegung nicht viel Toleranz gab für Dinge, die von außen kamen.

COHEN: Sie war zu isoliert?

CHOPRA: Sehr isoliert. Das machte mir also Sorgen. Ich fühlte mich von dem Sprachgebrauch und der Struktur der Bewegung eingeengt. Und auch die Verpflichtung, innerhalb des philosophischen Rahmens bleiben zu müssen, engte mich ein. Es ging zwar um reinen Vedanta, was etwas Großartiges ist, aber du weißt ja, es ist eben nicht alles.
Es war am Guru Purnima-Tag* 1993. Der ganze Tag war eine Feier, und jedem wurde ein wenig Zeit für ein persönliches Gespräch mit Maharishi gegeben. Ungefähr um Mitternacht am Guru Purnima-Tag gingen Rita und ich auf sein Zimmer. Ich weiß nicht, was sich in mir tat, ich fühlte mich sehr unruhig. Er sagte: "Deepak, die Leute sagen, dass du mit mir konkurrierst." Das war wie ein Schock, aber auch wiederum nicht, denn das war es, was die Leute sagten. Und ich sagte: "Maharishi, zuallererst, ich würde nicht einmal im Traum daran denken, mit dir zu konkurrieren. Zweitens habe ich nicht den Wunsch, das zu tun. Drittens fühle ich mich sehr eingeengt." Er sagte: "Warum hörst du nicht für eine Weile auf, Vorträge zu halten und zu schreiben, kommst für eine Weile zu mir und denkst darüber nach, was du tun willst?" Ich sagte: "Maharishi, darüber brauche ich nicht nachzudenken. Ich will fortgehen." Er war wie vom Blitz getroffen und sagte: "Nein, nein, denk ein bisschen darüber nach." Aber aus irgendeinem Grund hörte ich mich sagen: "Ich will nicht darüber nachdenken." Ich nahm Ritas Hand, ich berührte seine Füße und sagte: "Wir gehen." Und er sah mich immer noch an und konnte nicht glauben, dass ich ging.
Wir verließen den Ashram mitten in der Nacht. Ich mietete ein Auto, dann fuhren wir nach Amsterdam und flogen nach Boston. Im Augenblick, als wir das Haus betraten, klingelte das Telefon. Es war Maharishi, und er sagte: "Du bist wie mein Sohn. Ich habe etwas gesagt, das dich verärgert hat." Ich antwortete: "Nein, du hast nichts gesagt, das mich verärgert hätte. Aber ich brauchte eine Rechtfertigung dafür, dich zu verlassen." Dann sagte er: "Du begreifst nicht", das waren seine Worte, "wir haben ein Imperium, und es gehört dir." "Maharishi", sagte ich zu ihm, "du verstehst nicht. Ich will dieses Imperium nicht. Ich will Freiheit. Ich will so denken, wie ich denke. Ich will so schreiben, wie ich schreibe. Ich will so sprechen, wie ich spreche. Ich finde nicht, dass ich das hier tun kann." "Du wirst es können", insistierte er. Und ich entgegnete: "Nein, das werde ich nicht. Es ist inzwischen zu einem System geworden, das es unmöglich macht, außerhalb dieses Systems zu arbeiten." Er fragte: "Was willst du also tun?" Und ich sage zu ihm: "Ich möchte gehen." Dies waren seine letzten Worte: "Dann geh. Ich liebe dich, aber ich werde mich von dir zurückziehen, und du wirst nie wieder von mir hören." Und ich sagte: "Okay. Alles Gute." Das war das letzte Mal, dass ich mit ihm sprach.
Aber ich bin glücklich, denn danach fand ich plötzlich die Freiheit, auf eine Art kreativ zu sein, wie ich es vorher nie konnte. Es sind jetzt 50 oder mehr Bücher, und damals waren es nur vier oder fünf. Der größte Teil meiner Produktivität stammt aus der Zeit, nachdem ich ihn verlassen hatte. Aber natürlich hat er mich darauf vorbereitet. Man sagt, dass die Frucht viel Zeit braucht, um zu reifen und dann fällt sie ab. In jenem Augenblick fiel sie. Und ich hatte das Gefühl: "Jetzt muss ich vor niemandem mehr Rechenschaft ablegen. Ich kann tun, was ich will." Dann passierte alles von selber. Nichts davon war geplant.

*Der traditionelle Tag der Hindus, an dem sie den Guru feiern, der erste Vollmond im Juli.

COHEN: Das klingt so, als ob der wichtigste Auslöser dafür, dass du Maharishi verlassen hast, die Tatsache war, dass deine eigene kreative Inspiration über den Bereich der TM-Bewegung hinausging. Was hast du getan, nachdem du gegangen warst?

CHOPRA: Ich ging für einen Vortrag nach Kalifornien. Dort traf ich David Simon, einen ganz bemerkenswerten Arzt, der über Bewusstsein eigentlich genauso viel weiß wie ich, wenn nicht mehr. Wir arbeiten jetzt seit ungefähr 15 Jahren zusammen, wir sind ein perfektes Team. Wenn ich auf CNN erscheinen soll oder so etwas, werde ich inzwischen kurz vorher angerufen. "Präsident Clinton gibt das Genomprojekt bekannt. Dr. Chopra kommentiert das Projekt bei 'Larry King'." Was weiß denn ich über das Genomprojekt oder Stammzellen? Also rufe ich David an. Es gibt in der Welt der Geist-Körper-Medizin nichts, was ich wissen müsste und was mir David nicht innerhalb von ein paar Stunden vermitteln könnte, und zwar gibt er mir nicht nur die Information, sondern er kann sie auch in Begriffen des Bewusstseins kommunizieren.
Wir sind also jetzt bei allem, was wir tun, Partner. Es gibt ein paar Bücher, die wir zusammen geschrieben haben, und er hat auf alles, was ich tue, Einfluss. Aber er bleibt hinter der Bühne. Er hat ein großes Selbstbewusstsein, das auf seinem Wissen über Bewusstsein gründet, dabei konkurriert er nicht mit mir um Aufmerksamkeit oder irgendsoetwas. Das ist eine Partnerschaft fürs Leben.

COHEN: Hattest du nach deinem ersten Erwachen nach Beginn der Meditation irgendwelche weiteren wesentlichen spirituellen Erfahrungen?

CHOPRA: Weißt du, das erzähle ich nicht einmal den Leuten, die zu unseren Kursen kommen, weil wir dort nie über persönliche Dinge sprechen. Aber seit 10 oder 12 Jahren ist es so, dass ich nachts, wenn ich schlafen gehe, eine halbe Stunde meditiere, dann schlafe ich eine halbe Stunde, meditiere wieder eine halbe Stunde, schlafe eine halbe Stunde. Wenn ich schlafe, bin ich mir meines Schlafes bewusst. Meine Frau weiß das, weil sie mich aufrecht im Bett sitzen sieht. Und ich habe inzwischen eine sehr nüchterne, undramatische, aber deutliche, ständig präsente Bewusstheit des Zeugen, ob ich nun schlafe oder träume oder wache. Der Zeuge ist immer da, wie zum Beispiel jetzt. Das ist nichts Dramatisches, aber es ist ein wichtiger Teil von dem, was ich im Augenblick bin. Und ich bereite mich auf nichts mehr vor. Früher habe ich mich auf Vorträge vorbereitet, als ich zum Beispiel an der Harvard Medical School, wo mein Bruder Dekan ist, sprach - was ich einmal im Jahr tue. Aber jetzt merke ich, dass ich meine Vorträge auf ganz natürliche Art halte. Alles kommt ganz spontan, und wenn ich spreche, ist darin die Qualität des Zeugen.

COHEN: Wenn du von der "Qualität des Zeugen" sprichst: Was für eine Erfahrung ist das?

CHOPRA: Mein Körper schläft, aber ich beobachte meinen Körper im Tiefschlaf. Mein Körper träumt und ich beobachte meinen Körper im Zustand des Träumens. Mein Körper spricht mit dir; ich beobachte meinen Körper, wie er mit diesen beiden Leuten in diesem Raum sitzt. Ich könnte alles tun, aber dieser Zeuge verlässt mich nicht, er ist hier. Und ich glaube, er ist der, der ich wirklich bin.

COHEN: Er ist also der Teil des Selbst, der sich nie bewegt?

CHOPRA: Er bewegt sich nie. Und das ist großartig, denn ich kann von hier nach Bahrain fliegen - wo ich vor ein paar Tagen war - und dieser Teil ist immer der Beobachter. Das ist einer der Grunde, warum ich nicht müde werde. Ich kenne wirklich keine Erschöpfung. Ich habe ja nicht die gesündeste Lebensweise der Welt. Ich trinke immer noch eine oder zwei Tassen Kaffee am Tag. Natürlich mache ich jeden Tag Körperübungen. Aber ich führe ein sehr geschäftiges Leben, es ist voll mit allen möglichen Dingen, die ich tue. Ich habe gerade diese "Iconoclasts"-Show mit Mike Myers gemacht. Wir machten Improvisationstheater in New York. Was auch immer die Leute mir sagen, das ich tun soll, ich tue es. Ich gehe einfach hin und mache mit. Mike Myers hat diesen albernen, aber sehr witzigen Film The Love Guru gemacht, der im Juni herauskommen wird. Er handelt von einem Typen, der Deepak Chopra sein will. Mike wollte mich für eine fünfminütige Minirolle haben, also ging ich dafür hin. Aber dann, während ich es tat, merkte ich, dass er eine Parodie von mir machte, also sollte ich wohl eine Parodie von ihm machen.
Ich habe also gerade ein Buch mit dem Titel Why Is God Laughing? beendet. Es handelt von einem Komiker, der in einem existenziellen Dilemma steckt, das aber mit Späßen verdeckt. Solche Dinge passieren mir einfach. Und es existiert ein Teil in mir, der vollkommen unberührt bleibt. Das ist jetzt seit 10,12 Jahren so.

COHEN: Das begann also vor 10 oder 12 Jahren. Wurde das durch irgendetwas ausgelöst?

CHOPRA: Davon, dass ich Maharishi verließ. Ich bin sicher, dass es das war. Weißt du, wenn ich bei ihm war, war immer alles von dieser Stille durchdrungen. Wenn ich dann aber den Raum verließ, oder wenn er den Raum verließ, war es immer, als würde ich von einem Lastwagen getroffen. Der Gegensatz war so groß: mit ihm die völlige Seligkeit, und dann, wenn er geht, bumm! Man wird wie von einem Lastwagen getroffen und man kann nicht einmal aufstehen, denn sobald man das tut, trifft er einen wieder. Diesen Gegensatz habe ich immer gespürt.
Ich erinnere mich daran, wie ein brasilianischer Reporter ihn eines Tages fragte: "Schlafen Sie denn nie?" Und Maharishi sah ihn sehr liebevoll an und sagte: "In meinem wachen Zustand ruhe ich mich mehr aus, als Sie in Ihrem tiefsten Schlaf." Er prahlte nicht, er sagte einfach, was er empfand. Ich verstand das damals nicht. Aber jetzt verstehe ich es, weil ich mich genauso fühle. Ich werde nicht müde. Ich kenne keine Erschöpfung. Während der Nacht schlafe und meditiere ich halbstündlich abwechselnd, die ganze Nacht hindurch. Ich stehe um 4.00 oder 4.30 Uhr auf und meditiere zwei Stunden lang, dann gehe ich ins Fitnessstudio und dann, ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was an diesem Tag auf mich zukommt. Ich rufe meine Sekretärin an und sage: "Was mache ich heute?" Heute Morgen sagte sie: "Sie haben eine Radiosendung und dann treffen Sie Andrew. Sie werden mit ihm irgendwohin gehen und eine Kleinigkeit essen und dann machen Sie ein Interview." So also sehen meine Tage inzwischen aus. Für morgen weiß ich zufällig, dass ich für den Public Broadcasting Service PBS diese im Fernsehen übertragene Spendenaktion mache, aber es gibt noch eine Menge anderer Dinge, die ich tun werde, von denen ich nichts weiß. Es steht in meinem Terminplan, und vielleicht ist es auf der Website, aber ich höre mir einfach meine Voicemail an, die mir sagt, was ansteht, und dann mache ich es einfach. Es ist sehr spontan. Für mich geht es jetzt ohne Anstrengung.

COHEN: Da du so viel auf Reisen bist, muss dein Terminplan völlig chaotisch sein, vor allem was das Schlafen angeht.

CHOPRA: Wenn ich im Flugzeug bin, schreibe oder meditiere ich, oder ich schlafe. Aber wenn ich irgendwo hinkomme, egal wohin, dann bin ich voll da. Jetlag oder so etwas kenne ich nicht - so ist das inzwischen einfach.

COHEN: Wenn du in der Nacht schläfst und meditierst, geschieht das jetzt spontan?

CHOPRA: Ja. Total. Es geschieht einfach.

COHEN: Hast du zu irgendeinem Zeitpunkt entschieden, dass du das tun willst, oder ist es einfach so gekommen?

CHOPRA: Ich glaube, ich habe damit vor 12 Jahren angefangen. Vielleicht habe ich nicht geschlafen und dachte, ich könnte meditieren. Also habe ich damit angefangen. Aber dann wurde es zur Gewohnheit, und danach bemerkte ich die Gegenwart des Zeugen.
Damals in der Zeit mit Maharishi haben manche Leute zu ihm gesagt: "Ich schlafe nicht gut." Und Maharishi hat immer gefragt: "Bist du müde, wenn du morgens aufwachst?" Und wenn sie mit "Nein" antworteten, entgegnete er immer: "Dann ist alles in Ordnung, denn wenn du nicht müde bist, dann musst du die gleiche Erholung gehabt haben." Ich erinnere mich auch, wie er sagte, dass, wenn der Zeuge erscheint, der Körper vielleicht schläft, man selber aber nicht. Ich weiß also sehr deutlich, dass mein Körper in diesen Perioden schläft, ich aber nicht. Das ist eine gute Erfahrung.
Und es war übrigens nie so gut, wie es jetzt ist. Ich dachte früher, es würde auf einem bestimmten Niveau zum Stillstand kommen, aber es nimmt ständig ein bisschen zu.

COHEN: Was die Energie und das Zeugenbewusstsein betrifft?

CHOPRA: Ja.

COHEN: Glaubst du, dass zwischen der grenzenlosen Energie deiner gegenwärtigen Erfahrung und dem ungewöhnlichen Selbstvertrauen, das du als junger Mann hattest, eine Beziehung besteht? Es scheint, du warst von Anfang an zu etwas Großem bestimmt. Du sagtest sogar, du wolltest einmal den Nobelpreis in Medizin gewinnen. So oder so wurdest du - im positiven Sinne - dazu getrieben und inspiriert, große Dinge zu erreichen und etwas zu verändern - lange, bevor dein spirituelles Interesse erwachte. Wie ist das Verhältnis zwischen deinem Ehrgeiz in jungen Jahren und der Energie, von der du jetzt angetrieben wirst? Es gibt offensichtlich einen Unterschied, aber es muss auch eine Verbindung geben. Mich interessiert, was das für eine Verbindung ist.

CHOPRA: Ich sage dir, was der Unterschied ist. Der Unterschied ist, dass ich an dem, was ich tue, nicht persönlich beteiligt bin. Das kann ich wirklich mit Überzeugung sagen: dass ich bei nichts, was ich tue, persönlich beteiligt bin. Ich tue es, weil es mir Spaß macht. Ich tue es, weil ich dadurch Energie erhalte, und tue sehr gerne Dinge, die ungewöhnlich und kreativ sind, und die etwas mit Bewusstsein zu tun haben. Es ist eher so, dass ich von der Sache gesteuert werde, als dass ich sie steuere. Und es gibt kein persönliches Interesse in Form von Geld, Anerkennung, Ruhm oder Reichtum.
Es war schwierig für mich, das auf die Beziehung zu meiner Frau und meinen Kindern zu übertragen, weil man immer persönlich Anteil an seiner Familie nimmt. Aber komischerweise merke ich, dass ich eigentlich nicht das persönliche Interesse an meiner Familie habe, das ich früher hatte. Ich will natürlich, dass meine Kinder erfolgreich sind. Ich will, dass meine Frau glücklich ist. Ich will wirklich, dass wir zusammen sind, dass wir eine gute Zeit miteinander verbringen. Aber ich feuere meinen Sohn oder meine Tochter jetzt nicht an, Erfolg zu haben - sie tun, was sie eben tun. Und ich kann sagen, ich bin persönlich unbeteiligt. Dann hat meine Tochter ihre Kinder, mein Sohn hat ein Kind, und plötzlich nehme ich persönlich Anteil an meinen Enkeln, das ist sehr interessant. Wenn du mich fragst, ob ich an irgendetwas auf der Welt persönlich Anteil nehme, würde ich sagen, an diesen Kindern. Aber sogar dabei kann ich sehen, dass es mit den Jahren vorbeigehen wird. Nicht, dass ich sie nicht liebe. Ich liebe sie vielleicht sogar noch mehr, aber es existiert nicht diese emotionale Bindung. Das gibt mir eine immense Fähigkeit, Dinge zu tun, die ich früher nicht getan hätte.
Wie heißt es gleich? "Man kann alles tun, was man will, wenn man nichts zu verlieren hat." Nun, ich bin jetzt genau in dieser Position, wo ich alles tun kann, was ich will und nichts zu verlieren habe. Es gab eine Zeit in meinem Leben, wo mich Kritik, Angriffe, von den Medien erfundene Geschichten wirklich verletzt haben. Ich habe dann darauf reagiert. Aber vor drei Tagen war ein 800 Seiten langer Kommentar auf meinem Blog, in dem ich alles Mögliche geheißen wurde, und ich merkte, dass ich überhaupt nicht darauf reagierte. Tatsächlich versuchte ich zu verstehen, wie man denjenigen, der das gepostet hat, mit Mitgefühl betrachten kann. Zumindest stellte ich mir diese Frage. Also fragte ich mich, warum ist das so? Teilweise kommt das daher, dass ich 61 Jahre alt bin. Wenn man in den Herbst des Lebens eintritt und man noch 20 Jahre oder so vor sich hat, was tut man dann mit dem Rest seines Lebens? Geht es nur um einen selbst, so wie es bisher war? Oder geht es dann um andere Dinge?
Im Rückblick erkenne ich, dass ich immer ehrgeizig war - bei allem, was ich tat. Ich denke, ich bin es immer noch. Aber die persönliche Anteilnahme existiert nicht mehr. Man kann es nur so beschreiben. Es ist eine sehr befreiende Haltung.

COHEN: Wenn ich über dein Leben nachdenke, scheint mir, dass du mit einem sehr starken Willen geboren wurdest. Das ist offenkundig nichts Gewöhnliches. Es gibt nicht viele Menschen, die diese Art Selbstvertrauen haben und die Sicherheit, schon von jungen Jahren an große Dinge zu erreichen.

CHOPRA: Das liegt teilweise an meiner Mutter. Als wir sehr klein waren, hat sie uns immer gesagt: "Ihr werdet die Welt verändern. Ihr werdet ganz sicher außergewöhnliche Dinge tun. Ihr solltet herrschen. Saraswati und Lakshmi werden euch folgen." All diese kleinen Geschichten: "Du bist ein Prinz" usw. - Mütter sagen solche Dinge gern zu ihren Kindern. Und an irgendeiner Stelle in meinem Hinterkopf laufen diese Bänder leise immer wieder ab.

COHEN: Gibt es neben den unglaublich vielen Dingen, die du sowieso schon tust, in deinem Leben im Moment irgendetwas Bestimmtes, das du erreichen willst?

CHOPRA: Ja. Es hört sich irgendwie abgehoben und idealistisch an, aber ich glaube, dass, wenn ich die Aufmerksamkeit der Welt auf all die Menschen lenken kann, die alle auf ihre Weise einen Beitrag leisten, dann könnten wir vielleicht zu einer neuen Form des Gesprächs kommen. Die Welt ist ein ständiges kollektives Gespräch, und die Medien kontrollieren es. In alten Zeiten, auf dem Dorfplatz, hat der mit dem Megafon das Sagen gehabt. Im Augenblick haben diejenigen, die das Mikrofon haben, eine sehr traurige Geschichte zu erzählen. Wir sehen jeden Tag, wie sich diese Geschichte zuträgt. Da ich nun eine gewisse Glaubwürdigkeit habe, mit der ich von etablierten Gesellschaftskreisen zu Vorträgen eingeladen werde - sei es von CNN oder der Harvard Medical School oder Bill Clinton für Save the Children - will ich einen Vorteil aus dieser etablierten Stellung ziehen. Ich frage mich: "Was erreiche ich hiermit?" Nun, wenn wir dieses Mikrofon plötzlich auf dem Dorfplatz für Leute wie dich und mich haben könnten, für Menschen, die das Gebiet des Bewusstseins erforschen: Es gibt auf dem Platz eine Menge Menschen, die zuhören wollen.


Dieses Interview ist der deutschen Ausgabe Mai-Juli 2008 von "What is Enlightenment" entnommen.

Hinweis: Nach Beschuldigungen aus dem Kreis seiner Schüler ist Andrew Cohen von seiner Funktion als spiritueller Lehrer zurückgetreten. Seine Organisation Enlighten Next besteht nicht mehr. Mehr Informationen dazu bei sein.de: Andrew Cohen tritt zurück und entschuldigt sich.


Die letzten 180 Artikel

Die Föderation des Lichts erklärt, was an den Drei Tagen Dunkelheit passiert.


Die Botschaften, die uns Almine von ihrer Zeitreise in die Zukunft mitgebracht hat.


Was uns nach dem Tod erwartet


Aktivität im potenziellen Energiefeld; Klonen von Menschen; politische Szene der USA; Hillary Clinton.


Auszüge aus Botschaften von SaLuSa, Matthew, Hatonn und anderen über die Aufgabe der ETs im Aufstieg.


Über die Signale des Universums, dass man auf einem falschen Weg ist.


Ben Fulfords Todesmeldung bezüglich Hillary Clinton und Erzengel Michaels Aussage dazu.


Über die göttliche Unsterblichkeit.


Eine Anleitung für Reisen in die Vergangenheit.


Eine Warnung vor terroristischen Akten an Silvester 2016 und bis zu 3 Monate danach.


Kathryn May, Christine Burk und die Gemeinschaft des Himmels versuchen soviele Kabalen aus der Frequenzwaffengruppe wie möglich zur Heimkehr zu Mutter und Vater Gott zu bewegen.


Channeling von Kathryn May aus The New Earth Times #70


Channeling von Kathryn May aus The New Earth Times #37


Matthew über die Aussichten von Sanders und Clinton bei den Wahlen in USA.


Anstoß zur eigenen Befreiung aus der Matrix.


Channeling von Ute Posegga-Rudel


Astrologische Voraussagen zur US-Wahl 2016 aus einem Newsletter von James Tyberonn ('Earth-Keeper')


Der Purity Magnifier von Quan Yin und Erklärungen zum Aufstieg von Metatron und Ergänzungen von Anna Merkaba.


Vorbereitung für den Oktavensprung nach 5D


Solara demonstriert drei XUA-Techniken zur Klärung und Reinigung.


Der Plejadier Commander Sharman spricht über seine Erdinkarnation und die aktuelle Lage im Aufstieg.


Die Ankündigung baldiger Landungen der Arkturianer und wer sie wahrnehmen kann.


Infos über das geheime Weltraumprogramm Solar Warden


Teilwiedergabe von Episode 1 der Enthüllungen von Corey Goode mit Link zur Website Sphere-Being Alliance


Ein Ausblick auf die ferne Zukunft der Menschen


2 Zitate mit Übersetzung aus Michael LaTorras Buch 'A Warrior Blends with Life'.


Eine kurze Erklärung des Aufstiegs


Der Weg und der Zweck der Seele


Cosmic Awareness gibt bekannt, was die Kabalenpläne für einen Alien-Kontakt Mitte März 2016 gestoppt hat.


Anna Merkaba fasst die verschiedenen Durchsagen zusammen, die sie über Nibiru/Planet X empfangen hat.


Kabalen und Archons halten an ihren Plänen zur Erhaltung ihrer Herrschaft fest.


Die Arkturianer geben eine Anleitung, um sich besser an Traumerlebnisse mit ihnen zu erinnern.


Deutung für das Phänomen Donald Trump


Eine Botschaft der Geistigen Wesen des Zeitenwandels und der Veränderung.


Eine höherdimensionale Sichtweise auf Planet 9


Ashtar betrachtet das Phänomen Donald Trump.


Diese Ansprache zielt darauf ab, dass wir uns in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von der Dominanz und Kontrolle des herrschenden Systems lösen.


Eine Durchsage der 'Engelgötter'.


Erfahrungsbericht über ungewöhnliche körperliche Symptome.


Ältere Beiträge von der Startseite aus 2016


Gedanken von Rudolf Pokorra über das Innehalten nach getaner Arbeit.


Eine Vorausschau auf 2016 von Owen Waters


Die Ereignisse im Spiritgate im Jahr 2015.


Die alte spirituelle Methode, in dem Streben nach Erleuchtung etwa 2 Wochen lang in Dunkelheit zu verbringen.


Über den Aufbau des Universums aus dem 'Grundstoff' Bewusstsein.


Owen Waters beschreibt das Experiment des Getrenntheitsbewusstseins


Mitteilung vom Gott-Selbst


Cosmic Awareness gibt Auskunft über sich selbst.


Cosmic Awareness durch Will Berlinghof zu den Anschlägen von Paris im Nov. 2015.


Hinweis auf das Cosmic Awareness Channeling zu den Anschlägen von Paris vom November 2015


Es ist jetzt leichter für die Akturier, sich mit uns zu verbinden, wie auch umgekehrt.


Die spirituelle Bewegung Eckankar anhand der Schrift 'Eckankar - Uralte Weisheit für die heutige Zeit'.


Erklärungen von Kata Daki zu Schöpferquelle, Schöpfergott, Überseele und Seele.


Steve Beckow zitiert in Teil 3 SaLuSa, Quan Yin und EE Gabriel zur Welle X.


Steve Beckow zitiert in Teil 2 SaLuSa und Hilarion mit ihren Ausblicken zu den Folgen der Welle X.


Steve Beckow betrachtet in Teil 1 einige der Voraussagen über die Tag- und Nachtgleiche im September 2015.


Der 20-Sekunden-Trip von Paul Backes zur Neuen Erde


Mutter Gott erklärt die ätherischen Körper, die als Schutz gegen die Angriffe der Dunkelwesen dienen.


Ein Kommentar zu dem erwähnten Artikel von Steve Beckow und eine Mahnung an die Unentschlossenen.


Erzengel Michael und Sananda über die Klangfrequenzen der Kabalen und wie man sich davor schützt.


Eine neutrale Sichtweise auf das Ego



Eine Anleitung zur Miterschaffung von Frieden von Owen Waters


Monatsbotschaft des Planetaren Rats im August 2015


Sananda verhandelt mit den 3D-Kabalen über ihre Aufgabe und bittet die Lichtarbeiter um Unterstützung.


Kathryn May erkundet die manipulativen Klangfrequenzen der Kabalen.


Was Jelaila Starr in ihrem Video 'What is Nibiru?' über Nibiru sagt.


Mitteilungen von Vater Gott aus den New Earth Times (Newsletter von K. May)


Der Aufruf von Avaaz zur Solidarität mit Griechenland


Zusammenfassung eines Live-Channelings von Kathryn May und Mutter Gott im Internetradio


Zusammenfassung eines Live-Channelings von Kathryn May und Mutter Gott im Internetradio


Mutters Mini-Botschaft Nr. 9


Monatsbotschaft des Planetaren Rats für Mai 2015


Botschaft über die fehlgeschlagene Zerstörung der Erde durch die Kabalen und die Einladung zur Aktivierung unterdrückter DNS-Funktionen


Die Erfahrung der Getrenntheit von der Quelle auf der Erde wird jetzt zu Ende gebracht.


Heru erklärt, wie neue Seelen erschaffen werden und beantwortet die Fragen von Elora Gabriel zu Zwillingsseelen.


Mutter/Quelle erzählt verschiedene Methoden der Wiederherstellung von gefallenen Seelen und gibt Ratschläge für den bevorstehenden Aufstieg der Erde.


Mutter und Vater verkünden das Ende der organisierten Dunkelheit.


Monatsbotschaft des Planetaren Rats für April 2015


Mutter/Quelle erzählt den tragischen Fall der Erzengel in die Dunkelheit und die Geburt von dunklen Seelen aus dem ganzen Universum auf der Erde.


Mutter/Quelle erzählt, wie es zum Fall in die Dunkelheit kam.


Die seelenlosen Wesen Satan und Lilith wollen Lichtwesen werden und bekommen eine Seele.


Auszug aus der Internetradiosendung von Kathryn May vom 19.02.15


Was erwartet die Selbstmörder nach dem Tod?


Eine massive Einströmung von Licht von Vater und Mutter Gott am 04.04.2015


Die verhängnisvollen Ereignisse durch den Missbrauch des großen Kristalls von Atlantis und die Folgerung der Quelle daraus.


Botschaft von Himmelsbote Samuel zum Engel-Frequenzen-Projekt


Vater/Quelle über seine Anfänge und die Anfänge seiner Schöpfung


Lady Nada erzählt Einzelheiten von ihrer Genesung und über den weiteren Fortgang der Reinigung auf dem Planeten


Aus: Shambala. The Sacred Path of the Warrior


Sananda berichtet von den Ereignissen im Seelenhospital und dem Fortschritt der Kabalenseelen.


Weitere Botschaft der Zorianer über den 'Bruch' in der geistigen Welt


Maria Magdalenas unterdrückte Lehren u.a.


Erläuterungen von Sananda zum weiteren Fortgang der Rehabilitation der Kabalenseelen


Wie die Kabalen ihr Ende selbst eingeleitet haben.


Ein wichtiger Kampf und Sieg über die dunklen Kontrolleure der Erde.


Ernährung und Karma im spirituellen Transformationsprozess


Über die körperlichen Symptome im spirituellen Transformationsprozess


Monatsbotschaft des Planetaren Rats für Dezember 2014


Ältere Beiträge von der Startseite aus 2015


Die Engelsführer von Taryn Crimi geben eine Vorausschau auf das Jahr 2015


Eine Stellungnahme von Kathryn May nach ihrem Rücktritt und eine Botschaft von Vater Gott zu der Lage im Aufstieg.


Unsere Milchstraße ist Teil eines riesigen Systems von Galaxien, des Superclusters Laniakea


Monatsbotschaft des Planetaren Rats für November 2014


In Kapitel 7 geht es um die Angst der Menschen, die von den Religionen zur Kontrolle der Gläubigen benutzt wird.


Hintergrundinformationen vom Andromeda-Konzil zu Komet 67P


Sanat Kumara berichtet, wie die Hathoren zu dem Projekt Erde kamen


Über den SF-Film Interstellar


Monatsbotschaft des Planetaren Rats im Oktober 2014


Kathryn May hat ihren Rückzug vom Channeln verkündet.


2 Reinigungs- und Schutztechniken von Anna Merkaba


Sananda über das Umdenken in den Nachrichtenredaktionen und extreme Positionen bei Lichtarbeitern


Erklärungen zur Parallelebene, auf der wir uns aktuell befinden


Steve Beckow will keine Termine zum Aufstiegsgeschehen mehr erfragen.


Ein photonischer Ring purpurner Erkennungsprinzipien führt neue Vereinbarungen für den Planeten ein


Über die Ursache des Niedergangs und die Beschleunigung des Aufstiegs


Die Angelic Guides von Taryn Crimi betrachten die nahe Zukunft


Wenn sich das Leben ständig verändert, woran kann man sich dann halten? Was ist unveränderlich real?


Monatsbotschaft des Planetaren Rats für Juli 2014


Ein Track aus dem Album Temple


Weitere Botschaft der Zorianer über den 'Bruch' in der geistigen Welt


Blogbeitrag von Babaji, August 2014


Die Befreiung von dem Vertrag mit den Archons


Babaji weist mit seiner Frage an uns auf den Sterbeprozess innerhalb der momentanen Zeitqualität des August 2014 hin.


Zum Stand des Aufstiegs im August 2014


Weitere Erklärungen von Babaji


Babajis Wort zum Sonntag vom 10.08.2014


Kommentarseite


Wollen unsere all-liebenden Menschen-Herzen einen Aufstieg vor Herbstbeginn?


Die Lichtdrachen wollen Felder der Wandlung bereitlegen und ihren Ruf verstärken.


Anna Merkabas Bericht nach der Kristallaktivierung


Gechannelte Infos über die Verursacher der Flugzeugkatastrophen von MH370 und MH17


In Kapitel 6 geht es um die Bedeutsamkeit der Erde im Universum.


Ein Kristall wird unterhalb von Israel/Palästina stationiert, um die negativen Energien umzuwandeln.


Das Stichwort 'Zündung' für den Aufstieg ist gefallen!


Der Einfluss von spirituell Praktizierenden auf ihre Umwelt


Monatsbotschaft des Planetaren Rats im Juni 2014


Steve Beckow kommentiert SaLuSa vom 4. Juli 2014


Botschaft der Zorianer über Naturkatastrophen, Kriege etc.


Außerirdische weisen auf die psychische Schieflage in vielen Gegenden der Erde hin, die auch Fernwirkungen hat.


Erklärungen von Sananda zur Auflösung des dunklen Gitters, das die Kabalen unterstützt


Monatsbotschaft des Planetaren Rats für Mai 2014


Kapitel 1 aus TRANSFORMATION von Mark Kimmel


Sananda-Channeling vom 2.6.2014 durch Kathryn May



Owen Waters über die Verbindung zum unendlichen inneren Selbst


Der wahre Grund für den Absturz der russischen Rakete am 15. Mai 2014


Ashtar im Mai 2014


Die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins vom Überlebensinstinkt bis zum kosmischen Bewusstsein


Vergleich von 3D mit 4D und 5D anhand einiger markanter Eigenschaften



Die Erklärung des Begriffs Schöpferrasse anhand von Aussagen von Jesus-Sananda, Commander Ashira und Erzengel Michael


Der multidimensionale Einfluss beim Gesetz der Anziehung durch den selbstverfassten Lebensplan


Cosmic Awareness zu der Energie im April 2014


Monatsbotschaft des Planetaren Rats, März 2014


Wann und wie es funktioniert und warum manchmal nicht


Zu der Aktion 'Harmonischer Aufstieg' von Kathryn May


Ashtar kündigt den Kontakt mit den Außerirdischen auf breiter Basis an


Einzelheiten zu dem verschwundenen Flug MH370 und der Stand der Dinge im Aufstieg


In Kapitel 3 korrigiert Sananda falsche Vorstellungen über Strafen von Gott, die Hölle und gibt Erklärungen zu Urschöpfer, Vater-Mutter-Gott und mehr


Matthew-Botschaft vom 20. März 2014


Erklärungen von Cosmic Awareness zu dem verschwundenen Flug MH370


Zu der Veröffentlichung der Patente und Pläne von Keshe zur freien Energie


Monatsbotschaft des Planetaren Rats für Februar 2014


Die Enthüllung der ET-Präsenz hat begonnen: mit einem GFL-Schiff über der Krim und der Entführung von Flug MH370 nach Innererde


In Kapitel 2 erklärt Sananda die Dreifaltigkeit, die falsche Darstellung von Maria Magdalena u.a.


Der Andromedaner Mythi nimmt Captain Bill mit zu seinem Versorgungsschiff


St. Germain sagt, dass die harte Arbeit für die Währungsneubewertung nun abgeschlossen ist. Es liegt nun an der Mannschaft auf der Erde...


Erklärungen von Tolec, warum die 4D-Transformation im Januar 2014 nicht stattfand


Kapitel 1 der Lehre von Jesus/Sananda durch Kathryn E. May


Jesus/Sananda korrigiert die größten Lügen in der Bibel, im Neuen Testament


Bankenkollaps Ende Februar, Anfang März?


Teil 198 der Botschaften: Als Gott mich in den Zeh zwickte


Diskussion über Karma


Warum das Spiritgate Cobra nicht mehr favorisiert


Monatsbotschaft des Planetaren Rats für Januar 2014


Informationen sirianischer Herkunft über das Event und der Frage nach dem ersten Kontakt


Richtlinien von Urschöpfer, damit man den Aufstieg noch im Jahr 2014 bewältigen kann.


Informationen sirianischer Herkunft über Komet Ison - sein Aufbau und seine Aufgabe


Das Neue Zeitalter hat am 20. Januar 2014 begonnen.


Monatsbotschaft des Planetaren Rats





Startseite  ·  Kontakt  ·  Inhalt  ·  Nach oben