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Wie der Egoismus in die Welt kam

von Gerhard Hübgen, 01.09.2019


Oft ist schon die Frage gestellt worden, wie es sein konnte, dass der Mensch aus seinem anfänglich glücklichen Zustand so tief fallen konnte, wie wir es heute beobachten. Es gibt recht verschiedene Antworten auf diese Frage, die oft einen äußeren Einfluss verantwortlich machen. Don Juan, der Lehrer von Carlos Castaneda, hat ebenfalls eine Antwort dafür gegeben, welche ich hier in meiner eigenen Übersetzung1 wiedergebe:

„Dann sprach er über den frühen Menschen. Er sagte, dass der frühe Mensch unmittelbar wusste, was zu tun sei und wie man es am besten tut. Aber weil ihm alles glückte, begann er ein Ich-Gefühl zu entwickeln, das ihm die Illusion gab, dass er seine Handlungen vorhersehen und planen konnte. Und so entstand die Idee eines individuellen Ichs; ein individuelles Selbst, das begann, Art und Umfang des menschlichen Handelns zu bestimmen.

Als das Gefühl des individuellen Selbst stärker wurde, verlor der Mensch seine natürliche Verbindung zum stillen Wissen. Der moderne Mensch, der Erbe dieser Entwicklung ist, befindet sich daher so hoffnungslos fern von der Quelle von Allem, dass er seine Verzweiflung in gewalttätigen und zynischen Handlungen der Selbstzerstörung ausdrückt. Don Juan behauptete, dass der Grund für den Zynismus und die Verzweiflung des Menschen das Stück stillen Wissens in ihm ist, das zwei Dinge bewirkt: Erstens, es gibt dem Menschen eine Ahnung von seiner alten Verbindung zur Quelle von Allem; und zweitens, es gibt dem Menschen das Gefühl, dass er ohne diese Verbindung keine Hoffnung auf Frieden, Erfüllung und Verwirklichung haben kann.“

Die Frage, die sich hier aufdrängt, ist natürlich, wie man diese Beschränkung auf das individuelle Ich überwindet. Dabei hilft die Lehre über den Montagepunkt2. Don Juan sagte dazu, dass es eine bestimmte Position des Montagepunkts sei, die den Menschen zu einem so gefährlichen Egoisten mache - zu einem Wesen, das so viel Wert auf sein Selbstbild legt.

Warum befasst sich der Mensch so sehr mit seinem Selbstbild?

Antwort: Er hat die Hoffnung verloren, jemals zur Quelle von Allem Was Ist zurückkehren zu können. Deshalb sucht er Trost in seinem Selbst, d.h. im eigenen Ich.

Das hat in der Sprache der Tolteken zur Folge, dass der Montagepunkt fixiert wird, und zwar in der Position, die sein Selbstbild verewigt bzw. verewigen soll. Der fixierte Montagepunkt hat aber als entscheidenden Nachteil die Selbstüberschätzung zur Folge. Man kann das gerade auch wieder in den aktuellen politischen Ereignissen in Europa bestätigt finden.

Die Kur für die vielfältigen Leiden, die aus der Selbstüberschätzung und deren Folge des Selbstmitleids entstehen, kann also nur sein, den fixierten Montagepunkt wieder fließend zu machen. Das bedeutet zum Beispiel Akzeptanz für fremde Ansichten. Wenn man also versucht, eine fremde Ansicht nachzuvollziehen, bewegt sich der Montagepunkt aus seiner fixierten Stellung. Man kann auch allgemein sagen, dass jede Wahrnehmung Bewegung in den Montagepunkt bringt, weil eigentlich alle Informationen zu einem Problem in den Energiefasern, die der Montagepunkt erfasst, bereits vorhanden sind - nur der Zugriff ist bei den Egoisten blockiert.


Als Ergänzung noch ein kurzes Zitat von Real Guide Rebazar Tarzs:

„Die unverfälschte Realität ist verborgen vor denen, die ihr Ego an die erste Stelle setzen. Die Menschheit wird nie aus ihrer eigenen Geschichte des Scheiterns lernen, das ist eine klare Wahrheit auf der Erde.“

________________________________________

1 aus dem Buch „The Power of Silence“, p. 77

2 Der Montagepunkt ist der Punkt in der leuchtenden Hülle des Menschen, an dem die Wahrnehmung zusammengesetzt (montiert) wird.


The Power of Silence bei Amazon (Das Original von Carlos Castaneda)

Die Kraft der Stille bei Amazon (Übersetzung des Fischer Verlags)




an den Übersetzer

Kommentare/Fragen


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Rekapitulation in der Lehre der Tolteken (Don Juan/Carlos Castaneda und Theun Mares).


Erklärungen von Don Juan zu den Archons und zu ihrer Überwindung.





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